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Premiére Power to change 9Vor der Premiére des neuen Filmes Carl Fechners „Power to Change – Die Energierebellion“, die am 12. März im Konzerthaus Freiburg stattfand, hatten wir vom Kulturforum die tolle Gelegenheit, mit dem Regisseur ein Interview zu führen.
Vertreten wurde es durch Gabi Obi, begleitet von ihren zwei Praktikantinnen Chiara Canu und Sofia Erto, die auch die Fotos des Events gemacht hat.
Zu Beginn des Interviews diktierte Herr Fechner schnell noch eine Nachricht an den Kameramann in sein Smartphone, damit er auch im richtigen Hotel ankommt. Natürlich redete er vom

Hotel Victoria, ein „Green Hotel“ dem schon lange der Umweltschutz am Herzen liegt.
Danach konnte unsere Neugier endlich Antworten bekommen!

 

Obi: „Inwiefern sind Sie mit den Elektrizitätswerken in Schönau vernetzt?“

 

Fechner: „Zum einen sind wir ja Kunde bei den EWS und das schon seit Jahren. Ich kenne die Familie Sladek jedoch schon bevor es die EWS gab, aus meiner Zeit als Fernseh-Journalist und Reporter, weil ich über sie berichtet habe.
Ich war auch dabei als sie das Bundesverdienstkreuz bekommen haben und wenn ein Mann mit dem sie auf der Straße gesessen haben, um gegen Atomkraft zu demonstrieren, plötzlich das Bundesverdienstkreuz bekommt, dann ist das ganz was Besonderes!“

 

Obi: „Wissen Sie, das Freiburg auch das Projekt „Energiesparberater“ durchführt?“

 

Fechner: „Ja das weiß ich – es ist eins der vielen Projekte, die es in Freiburg gibt. Die Stadt hat nicht umsonst so einen guten Ruf! Sie haben ja auch Unternehmen hier, die sich zu diesem Thema stark profilieren. Deswegen haben wir es ja auch im Film erwähnt. Wer macht das Projekt in Freiburg? Bei uns ist es die Caritas.“


Obi: „Bei uns geht das von der Stadt Freiburg aus. Ein tolles Projekt“


Fechner: „Ich finde es wichtig, da anzufangen. Für manche Menschen sind 25 oder 30 Euro im Monat viel Geld.“


Obi: „Definitiv“


Premiére Power to change 3Fechner: „Und das kann man durch Verhaltensänderung und ein paar kleine Features einsparen und das finde ich wichtig.
Tatsächlich ist eine der Ziele dieses Filmes, diese Ideen bewusst zu machen – wo man anfangen kann. Das ist unser Thema seit 25 Jahren: Chancen – Perspektiven und Visionen zu schaffen. Fast alles hängt mit der Energie, dem Verbrauch und der Herstellung zusammen – auch Verhaltensweisen.
Dieses Thema haben wir in der Tiefe durchdrungen und dennoch haben wir ein Jahr nochmal dazu recherchiert, um genau zu überprüfen, ob die die Umstellung auf 100% Erneuerbare Energien in einem dezentralen System in 15 bis 20 Jahren möglich sei. Das ist die Ausgangsthese in diesem Film, die wir belegen wollten. Das war es uns wert es noch mal zu checken und es ist möglich! Die Weltklimakonferenz jedoch plant mit 50 Jahren.“


Obi: „ Was denken Sie über Plusenergiehäuser?“


Fechner: „Das kann jeder für sich entscheiden. Ich wohne in so einem Haus. Das ist ein fantastisches Wohnen und ist auch ein sanfter Umgang mit Leben.
Effizienter mit Energie umgehen, sprich: intelligenter zu leben. Doppelter Wohlstand bei halbiertem Energieverbrauch. Das ist die Grundidee. Da steckt unglaublich viel drin. Das war uns sehr wichtig im Film.
Es gibt auch ein gewisses rebellisches Element in der Botschaft. Nicht immer genau stromlinienförmig leben, sondern auch mal mit geballten Fäusten dastehen – gerade in der Energieversorgung, in der man unglaublich viel verdient und man muss sich einfach aus dieser Abhängigkeit lösen. Auch mal die eignen Grenzen auszuweiten. Man soll das rebellische Element in sich wahrnehmen und gestatten.
Und dabei noch an solche Dinge wie Wärme zu denken. Ich habe fast das Gefühl, dass man noch eine persönlichere Beziehung zur Wärmeversorgung hat als zur Stromversorgung. Es ist sicher schwieriger eine Wärmewende zu machen. Man hat es noch nicht so durchdacht. Die Fokussierung auf Strom merkt man, weil sie auch eine politische ist. Aber die Wärme selbst herzustellen und den Wärmebedarf zu reduzieren, ist noch stärker was, was jeder aus sich selbst heraustun kann. Wir verharren nicht im privaten, sondern sehen das als politischen Akt und gehen deshalb auch auf die Straße.
Diese Verbindung aus dem Kampf für die Freiheit und Energiedemokratie finde ich faszinierend. Ich habe das Gefühl, die kritische Masse wacht in dieser Phase auf und viele Menschen sagen „ne mit mir kannste das nicht mehr machen!“


Obi: „Wir möchten gerne auch in Zukunft über Ihre Projekte berichten.“

 

Premiére Power to change 25Fechner: „Ab dem 17. Läuft der Film an. Das ist ein Politikum, dass es im Cinemaxx ist. Uns ist es egal in welchem Kino der Film läuft. Aber es ist Multiplex, da gehen „normal people“ rein.“


Obi: „Das ist doch eine tolle Strategie, alle Leute auf das Thema aufmerksam zu machen!“


Fechner: „Vor allem die ganze Mühe, die wie da reingesteckt haben, kann man im Cinemacope besser würdigen. Der Film wird in 120 Städten von Eventgruppen begleitet und wir hoffen, der wird von der Mehrheit Positiv empfangen.“


Obi: „Ja, dass wünschen wir uns natürlich auch. Dann vielen Dank für ihre Zeit und viel Erfolg!"

 

 

Siehe auch:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht: Gabi Obi & Sofia Erto
Foto: Sofia Erto

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