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Kampagne Brasilien gegen COVID 19Entrüstung ist zu wenig – Konkrete Solidarität ist gefragt

Liebe Brasilien-Interessierte,
wir weiten unsere Corona-Solidaritätsaktion „Brasilien gegen COVID-19“ aus. Neben der Unterstützung der Wohnungslosenbewegung MTST und indigener Völker erhielten wir jetzt Anfragen von Vertrauensleuten aus Recife (Instituto Dom Helder Camara), Paraiba (Padre Romulo), Salvador (Centro Fabio Sandei), Ubatuba (Indigene Guarani) und São Paulo (Casa Taiguara, Cemir - aus Bolivien immigrierten Näherinnen). Diese bitten uns um Hilfe, damit sie weitere Lebensmittelpakete in den von ihnen betreuten Stadtvierteln bzw. Regionen verteilen können. Die Lage in Brasilien ist durch eine zunehmende Verarmung breiter Bevölkerungskreise gekennzeichnet – 19 Millionen Brasilianer:innen leiden inzwischen direkt an Hunger.

Unter dem Motto „Brasilien gegen COVID-19“ starten wir deshalb eine bundesweite ...

Kampagne. Wir rufen hiermit alle Brasilien-Interessierte auf sich daran zu beteiligen. Jede:r kann etwas tun! Suchen Sie Unterstützung in Ihrem Bekanntenkreis! Verteilen Sie die von uns zusammengestellten Informationen, die wir auf unserer Webseite www.brasilieninitiative.de zusammengetragen haben! Beteiligen Sie sich konkret!

Bereits für 150 Reais (umgerechnet 22€) kann beispielsweise ein Lebensmittelpaket (Cesta Básica) mit folgendem Inhalt erworben werden: 2kg Zucker, 2kg Reis, 1 Packung Kekse, 1kg Kaffee, 2 Tomatenmarkdosen, 1kg Maniokmehl, 1kg Weizenmehl, 4kg Bohnen, 1 Packung Maismehl, 1 Packung Nudeln, 1 Packung Spaghetti, 3 Liter Sojaöl, 1 kg Salz, 2 Wurstdosen, 2 Sardinendosen, 1 Gewürzmischung. Die Preise und auch der Inhalt für ein Lebensmittelpaket variieren je nach Region und umfassen grundlegende Lebensmittel für eine Familie.

Schon diese Grundversorgung mit Nahrungsmitteln können sich viele Familien in der aktuellen Situation nicht mehr leisten. Hinzu kommt, dass viele Familien mit Gas kochen und der Gaspreis in letzter Zeit regelrecht explodiert ist. Kostete eine Gasflasche (botijão de gás) mit 13kg Inhalt in São Paulo Anfang 2020 noch 60 Reais, so beträgt der Preis inzwischen 100 Reais (15€) – zu viel für viele Familien. Die staatliche Corona-Nothilfe beträgt derzeit höchstens 375 Reais (51€) pro Monat für eine ganze Familie. Diese wird erst ab April für 4 Monate bezahlt, zuvor war sie 3 Monate ausgesetzt. Um das vergleichbar zu machen: In der Favela Ibura am Rande Recifes kostet die Miete für eine sehr einfache Behausung 400 Reais.

Gerade durch unsere direkten Kontakte ist es uns möglich, die Situation vor Ort unmittelbar zu begleiten. Unterstützen Sie unsere Partner, die sich derzeit bei der Lebensmittelverteilung in Brasilien engagieren. Kaufen Sie ein oder besser noch mehrere Lebensmittelpakete. Alle eingehenden Spenden gehen ohne Abzüge nach Brasilien. Dies ist möglich, da unsere gesamte Arbeit ehrenamtlich geschieht.

Spenden können Sie ...siehe unsere Webseite: www.brasilieninitiative.de

Allen, die sich beteiligen, schon jetzt ein Dankeschön

die „tatus“ (Brasilieninitiative Freiburg e.V.)

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