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iz3w390 Titel miniThemenschwerpunkt: 75 Jahre Pakistan – der zähe Kunststaat
Um Mitternacht am 14. August 1947 wurde Pakistan zum unabhängigen Staat. Es war kein vielversprechender Anfang. Die Trennung von Indien hatte blutige Massaker gegen die jeweils ,Anderen‘ zur Folge – Hunderttausende ließen ihr Leben. Seither ist viel geschehen. Pakistan ist das fünftgrößte Land der Welt. Aus dem ‚Land für die Muslime‘ säkularer Prägung in der Anfangszeit wurde der ‚Militärstaat‘ Islamische Republik Pakistan. Dieser brachte zahlreiche ...

islamistische Militante hervor, unter anderem die Taliban. Innenpolitisch ist Pakistan am ehesten eine (vom Militär) gelenkte Demokratie mit signifikanten Menschenrechtsmängeln. Trotzdem finden regelmäßig freie Wahlen statt, es existieren verbriefte Verfassungsrechte und es gibt immer wieder Erfolge zivilgesellschaftlichen Engagements.
Pakistan ist konservativ, autoritär und zäh, aber auch äußerst wirkungsmächtig. Eine extrem junge Bevölkerung treibt das Land in eine schwer imaginierbare Zukunft: In diesem Heft blicken wir unter anderem auf die Entstehungsgeschichte Pakistans, die Folgen der Klimakrise für das Land, die Lebensrealitäten queerer Menschen und das Verhältnis von Militärstaat und Religion.

Inhaltsübersicht 

Russlands Medien schießen mit 
Hefteditorial

Themenschwerpunkt: Pakistan

Nach Mitternacht 
Editorial zum Themenschwerpunkt

Ein System von Schieflagen 
Eine Bastelanleitung für P.A.K.I.Stan in sieben Schritten
von Jakob Rösel

Die erste islamische Republik 
Pakistans ungeklärtes Verhältnis zur Religion
von Simon Wolfgang Fuchs

Der demokratische Dreh   
Im Parlament und auf der Straße geht es hoch her 
von Theodor Rathgeber

Gletscherschmelze und Monsun  
Pakistans Umgang mit der Klimakrise 
von Mome Saleem

»Wo sollen wir hin?«
Lilith Raza über Lebensrealitäten queerer Menschen

Urbanisierung seit fünftausend Jahren 
Das heutige Städtewachstum in Pakistan ist enorm
von Wolfgang-Peter Zingel 

»Ich bin keine Heldin, ich gehe meiner Arbeit nach«
Interview mit Haya Fatima Iqbal über Dokumentarfilme

Politik und Ökonomie

Mexiko: Forensikerinnen wider Willen
Die Suche nach Verschwundenen  
von Patricia Saavedra Tovar

Somalia: Farce und Fassade  
Die Regierung agiert ohne Legitimation  
von Markus Virgil Höhne

Kenia: »Die Auslagerung von Umweltverschmutzung ist keine Lösung«
Interview mit der Umweltaktivistin Phyllis Omido

Syrien: Die potenzierte Katastrophe  
Covid-19 trifft auf ein zerstörtes Gesundheitssystem
von Adopt a Revolution

Zentralasien: Schwieriger Balanceakt  
Was der Ukrainekrieg für die Region bedeutet  
von Peter Korig 

Russland: Einiges Russland 
Der Putinismus als völkische Ideologie  
von Heinz Gess  

Kultur und Debatte

Film I: Sehnsucht nach einem besseren Leben 
Die Berlinale zeigt afrikanische Dokumentarfilme zu Migration
von Isabel Rodde  

Film II: Mutiger Widerstand 
»Myanmar Diaries« gewinnt den Berlinale-Dokumentarfilmpreis
von Isabel Rodde  

Restitution: Mangi Meli – Rufe aus dem Depot  
Ein tansanischer Enkel sucht die Gebeine seines Großvaters
von Victor Maria Escalona 

Kolonialismus: Tief im Westen  
Wuppertal und der deutsche Kolonialismus
von Oliver Schulten  


Rezensionen 

Yanick Lahens: Sanfte Debakel
Leben und Überleben in Haiti 

Fatma Aydemir: Dschinns 
Geister sind das kleinste Problem Andy Robinson: Gold, Öl und Avocados 
Die neuen offenen Adern Lateinamerikas

Eugenie Wirz: Care-Arbeit und Familie transnational
Rekonstruktionen sozialer Netzwerke ukrainischer Arbeitsmigrantinnen

Olga Shparaga: Die Revolution hat ein weibliches Gesicht. Der Fall Belarus
Feministisch gegen Lukaschenko 

Erik Marquardt: Europa schafft sich ab
Wie die Werte der EU verraten werden und was wir dagegen tun können

Richard Rohrmoser: Antifa. Portrait einer linksradikalen Bewegung 
In Zivilgesellschaft aufgelöst

Weitere Artikel der aktuellen Ausgabe stellen wir im Lauf der nächsten Wochen online!

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